Veröffentlicht am 26.12.2009
Nachdem das C@fé vor kurzem einen kurzen schmerzvollen, aber wenigstens schnellen Tod gestorben ist, lasse ich jetzt auch jo$ blog-o-matic folgen. Die Gründe:
Veröffentlicht am 16.12.2009
Gestern Abend habe ich wieder mal schmerzlich miterleben müssen, wie es ist, wenn man ohne jegliche Inspiration und Konzept an einer Sache rum werkelt und verwaltet. Schmerzlich war es deshalb, weil es um Musik ging, die ja eigentlich aus Inspiration gebaut sein sollte und per Konzept erst atmen kann.
Auf meine persönliche Merkliste setze ich also heute:
Es ist simpel. Fehlende Kreativität und Inspiration ist nicht durch Akkuratesse und dem braven werkeln nach Rezepten ersetzbar, die man im Grunde nicht verstanden hat. Fehlende Inspiration durch Pseudo-Argumente ersetzen, verursacht Inhaltsleere, die mit Bedeutungslosigkeit bestraft wird. Punkt.

Einem glücklichen Umstand habe ich es zu verdanken, dass später am Abend diese quälende Erkenntnis durch ins Hirn geballerte Inspiration per TV betäubt wurde: “Them Crooked Vultures” waren in einer Rockpalast-Aufzeichnung vom 08. Dezember 2009 im Palladium in Köln zu sehen und zu hören. Das Beste aber ist: Ab heute Abend könnt Ihr das im Livestream auch haben.
WAHNSINN!
Das … ist Inspiration!
Eingetütet in Musik, der jo |
Kein Kommentar
Tags: Grohl, Homme, Inspiration, Jones, Konzert, Kreativität, MMW, Mucke, Musik, Rock
Veröffentlicht am 14.12.2009
Ich teste jetzt seit einigen Tagen intensiv Chromium. Das ist der OpenSource-Browser, der genau wie Safari und Omniweb auf der sauschnellen Webkit-Engine aufsetzt. Ich muss sagen: Chromium rockt. Er ist erwartungsgemäss schnell, leicht und unterstützt Extensions. Das sind die kleinen Helferlein, die beim Firefox AddOns genannt werden.
Das einzige, was mir fehlt ist eine Sidebar, dann wär’ er ziemlich nah an perfekt.
Posted via web from Virtu(ell)nwaswirkönnen
Veröffentlicht am 14.12.2009
Chuck Norris ist alles mögliche, aber er ist nicht Bob Dylan, und das ist gut so.
Warum?
Chuck Norris will nicht ins Nirwana.
Chuck Norris ist das Nirwana.
Bob Dylan ist nicht das Nirwana.
Das Nirwana versucht Bob Dylan zu sein.
Veröffentlicht am 07.12.2009
Das Netz bist Du. Das ist eigentlich überhaupt nicht Neues, denn der Mensch hat sich schon immer in Netzwerken organisiert, schon in den Höhlen. Dort hat er sich auch schon verbreitet: in Höhlenmalereien. Heute tun wir das immer noch. Nur die Höhle ist größer geworden. Neu sind die uns zur Verfügung stehenden Werkzeuge und unserere Begriffe für dieses Verhalten: Netzwerk und Internet. Neue Medien, neue Begrifflichkeiten. Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer technologischen und geistigen Entwicklung: Das ist eine Binsenweisheit. Trotzdem muss man es sich klar machen. Warum? Siehe den vorigen Artikel mit dem Verweis auf den Technologiekritik-Artikel von Frau Passig
Die Dimensionen von Kommunikation ändern sich. Die Höhle umfasst heute Länder, Kontinente – die ganze Erde. Die Verbreitung von Information geschieht blitzschnell. Die Nähe zwischen “Ich bin der gleichen Meinung.” und “Ich akzeptiere Dich nicht.” ist neu. Daraus entstehen Probleme und aber auch Lösungen.
Bestehende Systeme, wie Administrationen in Politik, Wirtschaft, sogar Medien, haben Probleme mit dieser Nähe. Die Reaktion des Einzelnen auf Gedanken, Reden, Artikel, Vorschläge, Gesetze, Produkte und Entscheidungen erfolgt sehr schnell und sie erfolgt unglaublich öffentlich.
Seit den beiden Watergate-Reportern ist viel passiert. Heute ist die Macht der vielen User, der vielen Blicke, die Macht des “Irgendwer findet was.” (manche nennen es Schwarmintelligenz) die wahre Basis-Demokratie, wenn das Netz neutral und frei zugänglich bleibt. Dinge werden dann durch die Art und Weise wie das Netz funktioniert aufgedeckt, bewertet und relevant. Bestes Beispiel im Moment: die Toll-Collect-Vertraege, die in Wikileaks veröffentlicht wurden und jetzt vom Schwarm seziert werden.
Das funktioniert aber nur, wenn das Internet für jedermann frei zugänglich bleibt, wenn es neutral bleibt, wenn es verschieden sein darf. Ist das so, dann besteht die Chance auf Gesellschaften, die durch Kommunikation, Information und Diskussion, Bildung und mündige Bürger fördern.
So verdammt naiv möchte ich das sehen. Ich möchte es erleben, dass Menschen Wissen und Erkenntnis als Wert erkennen. So möchte ich die Realität auf den Kopf gestellt sehen.
Veröffentlicht am 04.12.2009
Nichts ist beständiger als der Wandel. Das ist ein Tatsache. Eine schlichte Wahrheit. Jedenfalls für mich. Sollte es überhaupt einen Sinn in allem Leben geben, dann ist es Entwicklung und Veränderung. Fortwährend und beständig.
Unser Wesen ist Veränderung und Streben. Ist es wirklich die böse Beinfessel der christlichen Religion, die uns solche Angst vor der Natur einpflanzt? Ich vermute so.
Ich habe in jo$ C@fé zur Idee, das Internet für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen geschrieben. Ich finde diesen Vorschlag sehr inspirierend, unabhängig von seiner Realitätstauglichkeit. Beschäftigt man sich mit dieser Idee ändert man die Sichtweise auf das Netz. Spannende Sache, das, weil neu, weil verändernd.
Wobei wir schon wieder beim Problem wären: Veränderung.
Frau Passig hat dazu einen beachtenswerten Artikel geschrieben. Ich empfehle ihn zur geruhsamen Lektüre:
Wer darauf besteht, zeitlebens an der in jungen Jahren gebildeten Vorstellung von der Welt festzuhalten, entwickelt das geistige Äquivalent zu einer Drüberkämmer-Frisur: Was für einen selbst noch fast genau wie früher aussieht, sind für die Umstehenden drei über die Glatze gelegte Haare. So lange wir uns nicht wie im Film Men in Black blitzdingsen lassen können, müssen wir uns immer wieder der mühsamen Aufgabe des Verlernens stellen. Mit etwas Glück hat der Staat ein Einsehen und bietet in Zukunft Erwachsenenbildungsmaßnahmen an, in denen man hinderlich gewordenes Wissen – sagen wir: über Bibliotheken, Schreibmaschinen, Verlage oder das Fernsehen – ablegen kann.
Veröffentlicht am 22.11.2009